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Modehaus Giorgio Armani schließt 2019 mit Umsatzplus ab (Mo, 13 Jul 2020)
Modehaus Giorgio Armani schließt 2019 mit Umsatzplus ab Der italienische Modekonzern Giorgio Armani SpA ist auf den Wachstumskurs zurückgekehrt: Nach einer mehrjährigen Durstrecke erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 wieder ein Umsatzplus. Gegenüber dem Vorjahr seien die Erlöse um 2,3 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro gewachsen, teilte der Bekleidungsanbieter am Freitag mit. Damit sei das Ziel, den Umsatz nach einer Reihe gezielter Einschnitte – etwa der Einstellung einiger Linien – wieder zu steigern, bereits ein Jahr früher als geplant erreicht worden, erklärte das Unternehmen. Die gesamten Markenumsätze, die auch Lizenzprodukte berücksichtigen, beliefen sich 2019 auf 4,16 Milliarden Euro und lagen damit um neun Prozent über dem Vorjahresniveau. Wachstumsmotor war der eigene Einzelhandel, dessen Erlöse auf vergleichbarer Fläche um sieben Prozent zulegten. Während das Großhandelsgeschäft im Rahmen der Reformstrategie deutlich eingeschränkt wurde, setzte das Modehaus auf den Ausbau seiner Retail-Aktivitäten: Im Laufe des vergangenen Jahres wurde die Zahl der eigenen Boutiquen um etwa siebzig auf 598 Standorte erhöht. Höhere Investitionen in die Neuausrichtung der Kollektionen und die Flächenexpansion drückten das Ergebnis. So sank der Gewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 175 Millionen Euro. Der Rückgang sei allerdings geringer als erwartet ausgefallen, erklärte das Unternehmen. Der Nettogewinn belief sich auf 124 Millionen Euro. Weiterlesen: Giorgio Armani verschiebt Präsentation der Haute-Couture-Kollektion Wiedereröffnung der Giorgio-Armani-Boutique in Frankfurt In Bildern: Giorgio Armani präsentiert Resort-Kollektion in Tokio Armani will unabhängig bleiben Foto: Giorgio Armani Facebook-Page
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Neue Mietmode-Hub: Schweizer Startup Share-a-Look übernimmt Kleihd (Mon, 13 Jul 2020)
Neue Mietmode-Hub: Schweizer Startup Share-a-Look übernimmt Kleihd Das Schweizer Fashion-Start-up Share-a-Look übernimmt die Modeleih-Boutique Kleihd, um den Laden für Mietmode weiter auszubauen. Der Startschuss des Zürcher Stores soll im September fallen, teilte Share-a-Look am Dienstag mit. Kleihd wurde 2016 als ehrenamtlicher Verein gegründet und soll nun, mit der Übernahme durch das Startup, auf eine neue Stufe gehoben werden. Neben ausleihbarer Damenbekleidung, sollen auch Babykleidung und nachhaltige Premiumlabels verfügbar sein. Außerdem kann die Boutique als Tauschbörse genutzt werden. „Die Gründerinnen von Share-a-Look verfolgen dieselbe Mission wie wir und bringen die nötige Energie mit, um das Projekt weiter voranzutreiben”, sagt Kleihd-Vereinspräsidentin Alena Zehr. Rund 1000 Kleidungsstücke, die von schlichter Alltagskleidung bis zu Abendkleidern reichen, sollen im Boutique-Sortiment zur Verfügung stehen. Kollaborationen und Einnahmen sollen das Sortiment weiter ausbauen. Kunden können für monatlich 60 Schweizer Franken (56,16 Euro) eine Mitgliedschaft abschließen und bis zu fünf Kleidungsstücke aus dem Sortiment leihen. Dafür können online Termine vereinbart und Kleidungsstücke mit genauer Leihdauer gebucht werden. Die geliehenen Stücke kann sich die Kundin nach Hause schicken lassen oder im Geschäft abholen. Außerdem können Kundinnen ihre eigene Kleidung unter sharealook.com hochladen und an andere Mitgleider verleihen. Foto: Screenshot sharealook.com
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Colloseum: 31 Geschäfte müssen schließen (Mon, 13 Jul 2020)
Colloseum: 31 Geschäfte müssen schließen 31 Stores des insolventen Einzelhändlers Colloseum müssen schließen. Das bestätigt Rechtsanwältin Tanja Bückmann, gegenüber FashionUnited. Ihre Kanzlei Schwentker Bückmann ist mit der Insolvenz beauftragt. Anfang Juli wurde bekannt, dass die Schulz Fashion GmbH 104 Geschäfte übernimmt. Doch bislang war ungewiss, was mit den restlichen Läden der insgesamt 136 deutschen Colloseum-Filialen passieren soll. Jetzt ist klar: Die 31 Geschäfte sind seit Ende Juni geschlossen, da kein Interessent zur Übernahme bereit stand. Weiterlesen: Colloseum: Schulz Fashion GmbH übernimmt 104 Stores Colloseum ist insolvent Foto: Colloseum
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Missstände in der britischen Textilindustrie: Auch Quiz hat nun ein Zulieferer-Problem (Mon, 13 Jul 2020)
Missstände in der britischen Textilindustrie: Auch Quiz hat nun ein Zulieferer-Problem In der vergangenen Woche sorgten soziale Missstände bei Zulieferern des britischen Bekleidungsanbieters Boohoo Group für einen Skandal. Nun hat auch der Konkurrent Quiz Plc. mit ähnlichen Vorwürfen zu kämpfen: Die Tageszeitung The Times berichtete am Wochenende über Verstöße gegen die staatlichen Mindestlohnregeln bei einem Textilunternehmen in der britischen Industriestadt Leicester, das Kleidung für Quiz produziert. Der Aktienkurs des Fast-Fashion-Anbieters brach daraufhin zwischenzeitlich um mehr als zwanzig Prozent ein. In einer Mitteilung zeigte sich Quiz am Montag „äußerst besorgt“ über die im Artikel enthüllten Informationen. Das Unternehmen sei „der Presse sehr dankbar, dass sie sie die mutmaßlichen Verstöße sichtbar gemacht hat“, heißt es dort. Sollten die Vorwürfe zutreffen, wären die Vorgänge „völlig inakzeptabel“. Dem Times-Bericht zufolge war in der betreffenden Fabrik einer Reporterin, dies sich als Arbeitssuchende ausgegeben hatte, ein Stundenlohn von drei Britischen Pfund angeboten worden. Der gesetzlichen Mindestlohn für über 24 Jahre alte Arbeitnehmer liegt in Großbritannien bei 8,72 Britischen Pfund. Quiz erklärte, bereits eine eigene Untersuchung der Vorfälle eingeleitet und die Zusammenarbeit mit dem betreffenden Zulieferer bis zum Abschluss dieser Ermittlungen ausgesetzt zu haben. „Nach unserer ersten Überprüfung glauben wir, dass einer der in Leicester ansässigen Quiz-Lieferanten einen Subunternehmer eingesetzt und damit unmittelbar gegen vorausgegangene Anweisungen von Quiz verstoßen hat“, erklärte das Unternehmen. Bei diesem Subunternehmer sei es zu den mutmaßlichen Verstößen gekommen. Angesichts der Vorwürfe kündigte Quiz zudem an, seine Zulieferer künftig noch genauer zu prüfen. Sollten diese gegen den Ethikcode des Unternehmens verstoßen, würden die Geschäftsbeziehungen beendet, erklärte der Bekleidungsanbieter. Zudem will Quiz nun ein externes Partnerunternehmen damit beauftragen, häufigere Überprüfungen der Lieferanten in der Region Leicester vorzunehmen. Dort sind auch die in den Boohoo-Skandal verwickelten Firmen ansässig. Weiterlesen: Zalando, Next und Asos nehmen Boohoo-Marken nach erschütterndem Medienbericht aus dem Sortiment Fast-Fashion-Anbieter Quiz rutscht tief in die Verlustzone Fast-Fashion Anbieter Quiz: Halbjahresumsatz sinkt um fünf Prozent Fast-Fashion-Anbieter Quiz erleidet Gewinneinbruch Bekleidungshändler Quiz steigert Halbjahresumsatz um 19 Prozent Foto: Quiz plc.
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In Bildern: Tommy Hilfiger kollaboriert mit A Bathing Ape-Marke AAPE (Mon, 13 Jul 2020)
In Bildern: Tommy Hilfiger kollaboriert mit A Bathing Ape-Marke AAPE Das US-amerikanische Modelabel Tommy Hilfiger hat mit der A Bathing Ape-Marke AAPE eine Kapsel herausgebracht. Die Kollaboration ist vom Streetstyle der 1990er inspiriert und seit Samstag erhältlich, teilte Tommy Hilfiger mit. Die Herrenkollektion von Tommy Hilfiger und dem japanischen Streetwear-Label bringt die typischen Komponenten beider Marken zusammen: Hilfiger liefert die Farbgebung, im klassischen blau, weiß und rot. Denim darf bei einer Tommy Hilfiger 90s-Kollektion nicht fehlen und findet seine Verwendung für jeweils eine Jacke und Hose – Jeansjacken sind ein echter Klassiker der Marke. AAPE rundet das Design mit seinem ‘Moon Face’-Logo und Camouflage-Muster ab. In Bildern: Tommy Hilfiger kollaboriert mit A Bathing Ape-Marke AAPEIn Bildern: Tommy Hilfiger kollaboriert mit A Bathing Ape-Marke AAPE Typisch für einen Hip-Hop-Look der 90er sind die weit geschnittenen Silhouetten im Oversized-Stil. Neben Jeansjacken und -shorts, gibt es mehrere T-Shirts, ein Polo, drei verschiedene Baseballcaps und Sneakers. Viele der Produkte sind mit einem großflächigen Branding beider Marken versehen. Einige Produkte sind auf tommy.com bereits vergriffen. Zusätzlich soll es die Kollektion in AAPE-Stores in Japan und China, sowie bei Partnern im Modehandel geben. Kappen und T-Shirts bilden mit 87 Euro das untere Preislimit und die übergroße Jeansjacke mit 349 Euro die obere Grenze. In Bildern: Tommy Hilfiger kollaboriert mit A Bathing Ape-Marke AAPEIn Bildern: Tommy Hilfiger kollaboriert mit A Bathing Ape-Marke AAPEIn Bildern: Tommy Hilfiger kollaboriert mit A Bathing Ape-Marke AAPE Fotos: Tommy Hilfiger/AAPE by A Bathing Ape
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Wirtschaftsverbände stemmen sich gegen Lieferkettengesetz (Mon, 13 Jul 2020)
Wirtschaftsverbände stemmen sich gegen Lieferkettengesetz Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft stemmen sich gegen ein Lieferkettengesetz, das Sozial- und Umweltverstöße bei ausländischen Zulieferern eindämmen soll. Sie äußerten am Montag scharfe Kritik an einer Firmenbefragung, auf deren Grundlage die Bundesregierung entscheiden will, ob es verbindliche Vorschriften geben soll. Das mit der Durchführung des Monitorings beauftragte Konsortium aus Beratungsunternehmen habe Messmethoden festgehalten, die zu extrem verzerrenden Ergebnissen führen müssten, erklärten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Handelsverband Deutschland (HDE). Die Ergebnisse der Befragung sollen am Dienstag dem sogenannten Interministeriellen Ausschuss vorgelegt werden, der zur Umsetzung eines Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte eingesetzt wurde. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wollen ein Lieferkettengesetz umsetzen. Das Gesetz soll deutsche Unternehmen für Sozial- und Umweltverstöße ihrer Lieferanten im Ausland verantwortlich machen. An Kinderarbeit und Hungerlöhnen am Beginn von Lieferketten aus dem Ausland gibt es seit Jahren Kritik, etwa mit Blick auf Textilfabriken in Bangladesch. Die Wirtschaft stört sich vor allem daran, dass nach einem Gesetzentwurf Unternehmen für das Verhalten Dritter in Haftung genommen werden sollen, auf die sie gar keinen direkten Zugriff hätten. "Kein Unternehmen darf für das Verhalten unabhängiger Dritter im Ausland in formale Haftung genommen werden", heißt es in der Erklärung. Für die Wirtschaft seien die verantwortungsvolle Gestaltung von Liefer- und Wertschöpfungsketten und Nachhaltigkeit wichtige Themen. Nationale Sonderwege mit nationalen Belastungen aber müssten vermieden werden, um die ohnehin schwierige Wirtschaftserholung nicht noch mehr zu verzögern.(dpa) Foto: Clean Clothes Campaign
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Giuseppe Pinto wird Interims-CEO von Trussardi (Mon, 13 Jul 2020)
Giuseppe Pinto wird Interims-CEO von Trussardi Giuseppe Pinto ist der neue Interims-CEO des italienischen Lederwarenherstellers Trussardi und tritt damit die Nachfolge von Maela Mandelli an, die erst vor einem Jahr diese Rolle übernahm. Pinto trat im März letzten Jahres mit der Position des Chief Operating Officers in das Unternehmen ein. Mandellis Abschied und Pintos Beförderung sollten bald offiziell bekannt gegeben werden; Pinto hat bereits sein LinkedIn-Profil entsprechend aktualisiert. Während Mandelli auf Erfahrung bei großen Unternehmen wie der PVH Corporation, Diesel und Nike zurückgreifen kann, kann Pinto eine 22-jährige Karriere sowohl im finanziellen Bereich als auch im Management vorweisen. Bevor er zu Trussardi stieß, war Pinto drei Jahre lang als COO beim italienischen Schuh- und Accessoires-Label Sergio Rossi tätig und davor 13 Jahre lang beim italienischen Schmuckunternehmen Pomellato, wo er 2015 vom Finanzchef zum COO wechselte. Erst im Februar letzten Jahres hatte der Private-Equity-Investor QuattroR einen Anteil von 60 Prozent an Trussardi übernommen. Die Transaktion wurde durch die Gründung eines neuen Unternehmens durchgeführt, das zu 70 Prozent im Besitz von QuattroR und zu 30 Prozent von Tomaso Trussardi ist, der 86 Prozent der Finos Holding, dem einzigen Aktionär von Trussardi Spa, kontrolliert. Trussardi wurde 1911 in Bergamo als Hersteller von Lederhandschuhen gegründet und weitete sein Angebot bald auf andere Lederwaren aus. 2018 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 150 Millionen Euro. Es ist derzeit in 47 Ländern mit seiner Hauptmarke Trussardi, den Trussardi Jeans-Linien und Lizenzen vertreten und verfügt über ein Netzwerk von über 160 eigenen Geschäften in Italien, Europa und Asien beziehungsweise ist in mehr als 1.800 Verkaufsstellen weltweit erhältlich. Foto: Maela Mandelli und Giuseppe Pinto / QuattroR
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Paris Fashion Week: Virtuelle Ausgabe enttäuscht Kritiker (Mon, 13 Jul 2020)
Paris Fashion Week: Virtuelle Ausgabe enttäuscht Kritiker "Gebt uns die Laufstege zurück"! Künstlerischer Ehrgeiz war bei der ersten digitalen Fashion Week in Paris an der Tagesordnung, aber die Filme überzeugten nostalgische Kritiker nicht wie die Emotion des "echten" Laufstegs. Zu sehen waren „Kurzfilme, Musikvideos, Trailer, Parfümwerbung. Auch etwas Kleidung", schrieb die einflussreiche Modekritikerin Vanessa Friedman ironisch in der US-Zeitung New York Times. Wegen des Coronavirus mussten sich die Haute Couture und auch die am Montag zu Ende gehende Männerwoche neu erfinden und die wenigen Outfits, für deren Gestaltung die Designer nach dem Lockdown Zeit hatten, in "kreativen" Videos präsentieren. Eine gute Sache, so die Fachleute: Sie sind für alle zugänglich, jenseits der winzigen Welt der Privilegierten, die sonst zu den Shows eingeladen werden. "Aber ehrlich, geben Sie mir den Laufsteg zurück. Auch wenn ich nie daran gedacht hätte, so etwas zu schreiben", sagt Vanessa Friedman. "Wie prätentiös einige dieser Kurzfilme sind", kommentierte Bridget Foley, Kolumnistin für das Fachmagazin WWD. "Diese digitale Modewoche macht das Modell der realen Show relevant, wenn nicht sogar unerlässlich". "Ich bin durch und durch digital, aber für mich war es nicht gut", sagte die Kritikerin Diane Pernet, die auch das Modefilmfestival ASVOFF leitet, gegenüber der AFP. Simple Ankündigungsfilme "Die digitale Sprache ist nicht etwas, das mir gehört, sie ist generationsübergreifend", sagte die künstlerische Leiterin der Dior-Frauenkollektion Maria Grazia Chiuri gegenüber AFP. Der italienische Regisseur Matteo Garrone ("Pinocchio", "Dogman", "Gomorra") inszenierte seine Haute-Couture-Miniaturkleider in einer traumhaften, von Nymphen und Meerjungfrauen bevölkerten Welt. Der 10-minütige Film wurde mehr als 3,7 Millionen Mal angesehen. Die Haute-Couture-Kollektion von Chanel war ein Teaser-ähnlicher Clip von 1 Minute 22 Sekunden und wurde mehr als 400.000 Mal angeschaut. Der Designer der Herrenkollektionen von Louis Vuitton, Virgil Abloh, enthüllte kein einziges Kleidungsstück in einem Kurzfilm mit Zeichentrickfiguren und erklärte, dass er die Art und Weise des Herstellens und Präsentieren neu gedacht habe. Seine Kollektionen werden am 6. August während einer Modenschau in Shanghai enthüllt. Dasselbe gilt für Valentino: ein Mikro-Clip, der ankündigt, dass die Couture-Kollektion des italienischen Modehauses am 21. Juli in Rom in den Cinecittà-Studios live präsentiert wird. Kleinere Marken sparen Zeit "Ich bin ein großer Befürworter traditioneller Defilees. Ich vermisse all die Dinge, die man durch Modenschauen einbringen kann. Ich vermisse sie schrecklich. Auch wenn ich sehr stolz auf den Dokumentarfilm bin, den wir gemacht haben, ersetzt er die Emotionen nicht", sagte Kris Van Assche von Berluti gegenüber AFP. In seinem Film spricht er mit dem amerikanischen Keramiker Brian Rochefort, dessen Werke die Kollektion des französischen Luxusgüterherstellers inspiriert haben. "Nichts bringt so viele Emotionen wie eine Live-Modenschau mit sich, bei der man vom kreativen Moment, der Deadline elektrisiert ust und das Adrenalin spürt", sagt auch Dior-Chef Pietro Beccari. Tatsächlich bereitet Dior am 22. Juli auf dem zentralen Platz von Lecce, in Süditalien, ohne Gäste eine Cruise-Kollektion vor. Aber für kleinere Marken kann die Online-Modewoche Vorteile haben, sagt Laurent Coulier, Einkäufer der Herrenkollektionen der französischen Kaufhäuser Galeries Lafayette und BHV Marais. "Was die Zeitersparnis betrifft, ist das äußerst interessant. Es ermöglicht uns, die Kollektionen jede halbe Stunde zu sehen und sie alle zu sehen. Bei Modenschauen ist es sonst schwierig, eine globale Vision des Marktes zu haben", sagte er gegenüber AFP. "Es gibt Marken, mit denen wir nicht zusammenarbeiten und die Lust darauf machen können, sie zu entdecken". Für bekannte Marken ist es eine Gelegenheit, Originalität zu demonstrieren, so der Einkäufer, der als Beispiel die Präsentation von Y/Project anführt, die zeigt, wie man dasselbe "transformierte" Kleidungsstück auf unterschiedliche Weisen tragen kann. "Was ein bisschen verloren gegangen ist", räumt er ein, "ist das persönliche Gefühl, das man bekommt, wenn man an einen bestimmten Ort eingeladen wird" für die Show. "Modenschauen müssen zurückkehren: die Kleider müssen zurückkommen, ihr Fall und die Stoffe müssen wieder gesehen werden", sagt Paul García, Gründer der spanischen Herrenlabels Oteyza. (AFP) Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.fr. Bild: Maison Mihara Yasuhiro
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Gerry Weber holt Katag-Managerin Schindler-Obenhaus in den Vorstand (Mon, 13 Jul 2020)
Gerry Weber holt Katag-Managerin Schindler-Obenhaus in den Vorstand Angelika Schindler-Obenhaus steht vor einem Wechsel vom Bielefelder Bekleidungskonzern Katag AG zur Gerry Weber International AG. Die 57-Jährige solle im Vorstand „zunächst“ als Chief Operating Officer (COO) fungieren, erklärte ihr zukünftiger Arbeitgeber am Montag. Sie werde ihren neuen Posten „voraussichtlich Anfang August oder Anfang September 2020“ antreten. Bei Katag ist Schindler-Obenhaus derzeit im Vorstand für die Ressorts Einkauf, Marketing und IT zuständig. Bei Gerry Weber soll sie nach Angaben des Unternehmens zukünftig die Bereiche Design, Produktion, Beschaffung und Marketing verantworten. Gleichzeitig verkündete Gerry Weber, dass Alexander Gedat auf Wunsch des Aufsichtsrats „das Amt des Interims-CEO bis zur finalen Umsetzung des vor Kurzem vorgestellten Zukunftskonzepts weiterhin bekleiden“ und im Vorstand den Bereich Vertrieb verantworten werde. Gedat, der erst im Dezember 2019 zum Aufsichtsratschef des Konzerns gewählt worden war, hatte seinen jetzigen Posten im Februar übernommen, nachdem Vorstandssprecher Johannes Ehling und Produktvorstand Urun Gursu von ihren Ämtern zurückgetreten waren. „Wir sind uns sicher, in dieser Konstellation personell optimal aufgestellt zu sein, um den aktuellen und kommenden Herausforderungen bei Gerry Weber begegnen zu können“, erklärte Tobias Moser, der Aufsichtsratsvorsitzende des Konzerns, in einer Mitteilung. „Wir freuen uns sehr, Gerry Weber gemeinsam mit Angelika Schindler-Obenhaus und der gesamten Belegschaft jetzt wieder zurück auf die Erfolgsspur bringen zu können.“ Weiterlesen: Gerry Weber: Elena Weege übernimmt Kreativleitung von Taifun und Samoon Gerry Weber: Gläubiger stimmen Forderungsstundung mehrheitlich zu „Nie dagewesene Krise“: Gerry Weber streicht 200 Stellen Gerry Weber: Auswirkungen der Corona-Krise „existenzbedrohend“ Gerry Weber: Geschäftsführer und Produktchef gehen Foto: Gerry Weber Facebook-Page
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Lerros: Ende für New In Town (Mon, 13 Jul 2020)
Die Herrenmode-Marke Lerros stampft sein urbanes Label New In Town ein. Grund dafür seien wirtschaftliche Herausforderungen die durch die Coronavirus-bedingte Krise verstärkt wurden. „Für ein Start-up wie New In Town, das wir vor knapp drei Jahren als progressive Menswear Brand ins Leben gerufen haben, ist der abzusehende Verlust von Verkaufspunkten und Umsätzen doppelt hart. Obwohl wir mit der Marke auf einem sehr vielversprechenden Weg waren, wären auch weiterhin große Investitionen in die Marke notwendig gewesen“, erklärt Lerros-Geschäftsführer Jan ten Brinke gegenüber dem Fachmagazin Textilwirtschaft. Wegen der wirtschaftlich-schwierigen Lage habe das Unternehmen aus Neuss sich entschieden, sich in Zukunft auf die Kernmarke Lerros zu konzentrieren. Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Unternehmen von einer Brand abseits der Hauptmarke trennt. Bereits 2013 wurde die Frauen-Linie eingestellt, weil sie die Ansprüche am Verkaufspunkt in manchen Ländern nicht erfüllt habe, sagte ten Brinke über den damaligen Schritt. Gegenüber FashionUnited hat sich Lerros, bezüglich des Themas, bislang noch nicht geäußert.
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