News

TextilWirtschaft

 

Tägliche News direkt von FASHIONUNITED


Fashion Jobs, Mode Nachrichten, Stellenmarkt, Jobs in der Modebranche, Stellenangebote, FashionUnited

Neustart für Sandwich in den Niederlanden und Deutschland (Fr, 13 Dez 2019)
Gute Nachrichten für die Modemarke Sandwich. Nach dem Konkurs der Veldhoven-Gruppe Ende November wurde nun ein Neustart vollzogen. Die Marke wird von der Sandwich Fashion Group weitergeführt, wie aus einer Mitteilung der Marke hervorgeht. Die Marke wird in den Niederlanden und Deutschland, den von der Insolvenz der Veldhoven-Gruppe betroffenen Gebieten, weitergeführt. Die übrigen Auslandsaktivitäten von Sandwich sollen auch von der Sandwich Fashion Group übernommen werden. In den letzten Wochen gab es laut der Mitteilung ein Ausschreibungsverfahren mit mehreren Kandidaten. Wer genau hinter der Sandwich Fashion Group steckt, wird noch nicht erwähnt, aber es ist ersichtlich, dass die Sandwich Fashion Group am selben Standort wie die ehemalige Veldhoven Group angesiedelt ist. Der Neustart hat keine Auswirkungen auf den Kurs der Marke. Die Marke Sandwich wurde 1981 gegründet. Sandwich besitzt 1.500 Verkaufsstellen in ganz Europa, Kanada, England und Fernost. Der Hauptsitz bleibt in Amsterdam. Dieser übersetzte Beitrag wurde zuvor auf FashionUnited.nl veröffentlicht, Bild: Sandwich Fashion Group
>> mehr lesen

MCM eröffnet ersten Flagship Store in Österreich (Fri, 13 Dec 2019)
Die Luxus- und Lifestyle-Marke MCM eröffnet am Wiener Michaelerplatz einen Flagship Store. Es ist der erste Flagship der Marke innerhalb Österreichs. Er wurde im neuen Design-Konzept realisiert, das zuvor erstmals im Münchner Store umgesetzt wurde. Das Konzept entwickelten Global Creative Officer Dirk Schönberger und das Architekturbüro Gonzalez Haase AAS. Mit dem Store will MCM die Expansion ins Ausland und den wichtigen Markt Österreich voranbringen. „Wir bauen die weltweite Präsenz von MCM weiter aus – und der Flagship Store in der österreichischen Hauptstadt ist ein Teil der Expansionsstrategie. Wien ist für uns wirtschaftlich ein Schlüsselmarkt – aber die Stadt ist auch ein kulturelles Zentrum in Europa und auch in dieser Hinsicht interessant für MCM“, erklärt Dirk Schönberger. Besonders hervorheben will er den Kontrast zwischen dem modernen, sehr charakteristischen Interieur zum historischen Gebäude. Schönberger: „Das spiegelt den Charakter von MCM wieder – eine Marke, die immer wieder Brücken zwischen verschiedenen Welten gebaut hat.“ Foto: MCM
>> mehr lesen

Wie Luxusmodehäuser sich bei der Art Basel Miami Beach positionieren (Fri, 13 Dec 2019)
Die Art Basel Miami Beach versammelte mehr als 250 der wichtigsten Kunstgalerien aus aller Welt vom 3. Dezember bis zum 8. Dezember in Florida und zog mehr als 70.000 Besucher in einer Woche an. Eigentlich ist das Event Kunstliebhabern und Sammlern gewidmet, aber auch die Aufmerksamkeit der großen Modemarken und Modehäuser auf bleibt nicht aus. Sie sehen in der Art Basel Miami Beach die perfekte Plattform, Käufer mit hoher Kaufkraft anzusprechen und gleichzeitig ihr Image mit der Welt der Kunst zu verknüpfen. Seitdem die Art Basel beschlossen hat, über die Stadt Basel, wo sie um 1970 gegründet wurde, hinauszuwachsen und Miami Beach zu ihrer zweiten Heimat zu machen, haben viele Modemarken das Event zu einem festen Termin ihrem Kalender gemacht. Zu den bekannten Marken, die sich in diesem Jahr an der Art Basel beteiligen, gehören Bottega Veneta, Loewe, Versace, Miu Miu, Chloé und Gucci, die das fünftägige Festival für exklusive Präsentationen, Partys und den Verkauf von Sammlerprodukten nutzten. Bottega Venetas Pop-up-Restaurant Nachdem sie bei den British Fashion Awards, die Anfang Dezember in London verliehen wurden, groß abgeräumt hatten, packten Bottega Veneta und ihr Kreativdirektor Daniel Lee ihre Taschen und machten sich auf den Weg nach Miami. Anlässlich der Feier der Art Basel Miami und zur Eröffnung des ersten Ladens der Marke im Design District beschloss Bottega Veneta, das Popup-Restaurant "Bottega Diner" zu eröffnen, das vom 4. bis 14. Dezember exklusiv geöffnet bleibt. Das Restaurant in der 11 Diner Street in Miami Beach wird 24 Stunden am Tag geöffnet sein, und im Inneren können die Kunden, die in das Restaurant kommen, eine ganze Reihe exklusiver Produkte genießen. Vom Hamburger über Papierhalme, Servietten, Kaffeetassen bis hin zu Streichhölzern - alles wird von der Marke speziell entworfen. "Ich wollte, dass alle zu unserer Eröffnung in Miami eingeladen werden", sagte Daniel Lee in einer Erklärung. "Das Bottega Diner verbindet klassischen amerikanischen Stil mit extravagantem italienischen Gold." Loewes "Chance Encounters" Eine weitere Marke, die sich an der jährlichen Art Basel beteiligt ist Loewe, ein Unternehmen des französischen Mischkonzerns LVMH. Die Marke präsentierte die fünfte Ausstellung ihrer Reihe "Chance Encounters", die verschiedene Künstler aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt, um interessante Debatten zu erzeugen. Die diesjährige Ausstellung zeigt die Arbeit der britischen Installationskünstlerin Hilary Lloyd, die eine Installation geschaffen hat, in der sie Textilien, Sound und Video kombiniert. In "Chance Encounters" werden auch Werke des englischen Künstlers Ewen Henderson gezeigt, der für die Ausstellung große Keramikskulpturen entwarf. "Hilary Lloyds Arbeit ist perfekt auf den zeitgenössischen Moment und die Art und Weise abgestimmt, wie wir mit der uns umgebenden visuellen Welt umgehen", sagte Jonathan Anderson, Creative Director von Loewe, in einem Statement. Er fügte hinzu: "Lloyds Installation wird einen beeindruckenden Dialog über den kühnen materiellen Reichtum von Ewen Henderson's Stücken erzeugen". Eine limitierte Auflage der "Fendi Baguette" Ein weiteres LVMH-Unternehmen, das auf der Art Basel vertreten war, ist Fendi. Das Modehaus sah es als die perfekte Gelegenheit, eine limitierte Auflage ihrer legendären Fendi Baguette zu präsentieren. Die Tasche gibt es in zwei verschiedenen Größen, die exklusiv im Miami Store von Fendi erhältlich sein wird und deren neuer Clou darin besteht, dass sie aus duftendem Leder besteht, das das Stück zu einem "multisensorischen" Artikel macht, der sich sehen, fühlen und riechen lässt. Fendi arbeitete mit der kanadischen Künstlerin Christelle Boule und dem berühmten Parfümeur Francis Kurkdjian zusammen, um die Tasche zu kreieren. Versace: Fotos und Möbel Versace, seit Januar 2019 Teil der multinationalen Capri Holdings (Michael Kors), hat beschlossen, die Ausstellung "South Beach Stories" zu organisieren. Die Ausstellung wurde von der Innenarchitektin Sasha Bikoff - einer regelmäßigen Mitarbeiterin der Marke - kuratiert und zeigt Arbeiten des Künstlers Andy Dixon. Die Ausstellung dient als Hommage an das gleichnamige Buch, das 1993 von der Marke herausgegeben wurde. Die Besucher können verschiedene Entwürfe aus dem Versace-Archiv, Doug Ordways eigene Fotos aus dem Originalbuch und verschiedene Möbelstücke bewundern, die speziell von Bikoff entworfen wurden und von einigen der renommiertesten Kollektionen der Marke inspiriert wurden. Unter ihnen finden die Zuschauer ein Bett aus Surfbrettern, eine Schaukel und einen goldenen Couchtisch. Miu Miu M/Marbles Hocker Eine weitere Marke, die sich für das Motto “Möbel trifft Mode” entschieden hat, ist Miu Miu Miu. Das Modehaus präsentierte die zweite Ausgabe ihres M/Marbles Hockers, einen einzigartigen Hocker, der zu einem etwas höheren Preis erhältlich sein wird als seine Originalversion, weil er laut Marke den Charakter als Kunstwerk zusätzlich zu einem funktionalen Stück mitbringt. Hergestellt aus Palmholz, Nussbaum und mundgeblasenen Murano-Kristallen, kann das Stück sowohl online als auch im Miu Miu Miu Store in Miami gekauft werden. Dior, Chloé, Gucci und Lenny Kravitz Neben einer Dior-Show gab es auch Festivitäten von Chloé, Gucci und Lenny Kravitz. So zeigte Dior seine Herrenmode Pre-Fall Fashion Show, bei der das Haus seine Air Jordan x Dior Kollektion debütierte, die Dior Homme Designer Kim Jones zusammen mit Nike entwickelt hatte. Chloé lud zum Abendessen zu Ehren der Ausstellung "Lara Favaretto: Blind Spot". Sänger Lenny Kravitz organisierte eine Party zur Feier seiner Zusammenarbeit mit dem LVMH-eigenen Dom Pérignon, an der Tommy Hilfiger, seine Frau Dee Ocleppo, Paris Hilton und Sean Penn teilnahmen. Alessandro Michele, der Kreativdirektor von Gucci, moderierte die Party, zu der er Mitglieder seines kreativen Universums wie Jared Leto, Sienna Miller, Iggy Pop, Gucci Mane, Chloë Sevigny und Jeremy O. Harris eingeladen hatte. Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ Fotos: Bottega Veneta / Loewe / Versace & Facebook Miu Miu.
>> mehr lesen

Arbeitsniederlegungen bei Kaufhof, aber Geschäfte blieben geöffnet (Fri, 13 Dec 2019)
In zahlreichen Kaufhof-Filialen in Deutschland haben Beschäftigte am Donnerstag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Arbeit niederlegt. Mit den Arbeitskampfmaßnahmen sollte den Gewerkschaftsforderungen bei den am Donnerstag und Freitag stattfindenden Tarifverhandlungen Nachdruck verliehen werden, wie Verdi berichtete. Trotz des Streiks seien aber alle Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof geöffnet geblieben, betonte der Vertriebschef des Unternehmens, Thomas Wanke. Insgesamt sollten sich nach Gewerkschaftsangaben Beschäftigte in 68 Kaufhof-Filialen, 16 Filialen von Karstadt Sports sowie rund 8 Filialen von Karstadt Feinkost an den Arbeitsniederlegungen beteiligen. "Die Beschäftigten bei Kaufhof, aber auch Karstadt, sind sauer. Sie verlangen, dass es endlich eine sichere tarifvertragliche Lösung für die Zukunft des Warenhauses und ihre Arbeitsplätze gibt und dass die kräftezehrende Hängepartie ein Ende hat", sagte der Verdi-Verhandlungsführer Orhan Akman. Verdi und Galeria Karstadt Kaufhof verhandeln bereits seit einiger Zeit über einen gemeinsamen Sanierungstarifvertrag für den durch den Zusammenschluss entstandenen neuen Warenhausriesen. Laut Verdi würde eine Verschmelzung ohne neuen Tarifvertrag für die Kaufhof-Beschäftigten automatisch eine rund elfprozentige Entgeltabsenkung bedeuten. Die sorge für große Unruhe bei den Beschäftigten. Galeria Karstadt Kaufhof hatte in der Vergangenheit bereits eine Lösung vorgeschlagen, die für die Kaufhof-Mitarbeiter nicht ganz so große Einbußen bedeuten und den Karstadt-Beschäftigten sogar mehr Geld bringen würde. Auch Verdi hatte die Bereitschaft zu Zugeständnissen erkennen lassen. Doch sind die Positionen der beiden Seiten offenbar noch weit voneinander entfernt. Das gilt nicht nur für die künftige Lohnhöhe, sondern auch für die Frage, wie lange ein neuer Sanierungstarifvertrag gelten soll. (dpa)
>> mehr lesen

EU-Staaten einigen sich auf Klimaziel für 2050 (Fri, 13 Dec 2019)
Die EU-Staaten haben sich in der Nacht zum Freitag auf einen Kompromiss beim Klimaschutzziel für 2050 geeinigt. Dies teilte EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mit. "Einigung auf Klimaneutralität bis 2050", schrieb Michel. Der Gipfel habe einen Deal bei diesem wichtigen Ziel erreicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte jedoch, Polen habe sich noch nicht auf die Umsetzung des Ziels verpflichten können. Die Entscheidung falle erst im Sommer 2020. Dennoch zeigte sich die Kanzlerin recht zufrieden - "unter den gegebenen Umständen", wie sie sagte. "Es gibt keine Spaltung Europas in verschiedene Teile, sondern es gibt einen Mitgliedstaat, der noch etwas Zeit braucht." Vorausgegangen waren schwierige Diskussionen. Tschechien, Ungarn und Polen hatten Bedenken gegen das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 geäußert. Dieses bedeutet, dass bis dahin alle Treibhausgase vermieden oder gespeichert werden müssen. Alle drei Länder sind jedoch abhängig vom wenig klimafreundlichen Energieträger Kohle. Sie bestanden vor dem Gipfel auf klaren Zusagen für finanzielle Hilfen, weil der Umbau der Energieversorgung für sie besonders teuer ist. Polen zum Beispiel bezieht 77 Prozent seiner Elektrizität aus Kohle. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte, beim Erreichen der Klimaneutralität sollte ein unterschiedliches Tempo gewährt werden. Tschechien eröffnete dann am Donnerstag eine neue Front und forderte, vor der offiziellen Festlegung die Kernkraft als grünen Strom anzuerkennen. Das traf bei Luxemburg, Österreich und auch Deutschland auf Widerstand. Merkel hoffte vor dem Spitzentreffen dennoch auf eine Einigung. "Das wäre ein starkes Zeichen, dass Europa wirklich der Kontinent ist, der dann 2050 klimaneutral ist", sagte sie. Deutschland habe sich bereits auf dieses Ziel verpflichtet und unterstütze die Pläne der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen für einen "Green Deal". Nun gehe es darum, ob alle EU-Länder dies mittragen. Für das "klimaneutrale" Europa hatte von der Leyen am Mittwoch ihren "Green Deal" vorgelegt. Dafür müssen Energieversorgung, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft komplett umgebaut werden. Von der Leyen sagte beim Gipfel, ihr "Masterplan" sei eine "Einladung an alle" und sie hoffe auf starke Unterstützung. (dpa)
>> mehr lesen

Paket-Branche feilt an ihrer Zustellprognose (Fri, 13 Dec 2019)
Der Paketboom geht weiter, die Deutschen bestellen immer mehr Kleidung oder Elektronik im Internet. Wer die Ware an der Haustür entgegen nehmen will, der muss Wartezeit einplanen - denn die Zustell-Zeitfenster sind noch immer recht groß. Das soll sich ändern. Das Prinzip Hoffnung ist beim Paketbestellen allgegenwärtig. Die Hoffnung, dass die Sendung zuverlässig ankommt - und dass der Zusteller klingelt, wenn man selbst oder zumindest der Nachbar daheim ist. Hohe Investitionen der Paketbranche sollen nun dazu führen, dass Empfänger nicht bloß hoffen müssen, sondern genau wissen, wann der Paketbote da sein wird. Ob Deutsche Post DHL, DPD oder Hermes - sie alle wollen ihre Vorhersagen verbessern. Das lohnt sich für sie: Bei präziser Prognose steigt die Erstzustellquote, und die Mitarbeiter verlieren weniger Zeit bei der Zustellung. Zeitfenster für Zustellung sind weit Stand heute setzt die Paketbranche in Deutschland auf mehr oder minder grobe Zeitfenster, die bei 1 bis 12 Stunden liegen. Warum eigentlich? Die Zusteller fahren doch jeden Tag ähnliche Routen - und die Datenauswertung samt Verkehrsprognose wird im Digitalzeitalter immer besser. So einfach ist das aber nicht, sagen Experten. «Das ist eine sehr komplexe Angelegenheit mit vielen Variablen», erläutert der Frankfurter Logistik-Professor Kai-Oliver Schocke. «Gibt es Staus oder Umleitungen, findet der Fahrer einen Parkplatz, wo genau müssen wie viele Pakete abgegeben werden - und wie lange dauert es unter diesen Bedingungen bis zur nächsten Zustellung? - Solche Fragen können noch nicht zuverlässig und präzise beantwortet werden.» Christoph Stehmann vom Branchendienstleister Pitney Bowes sieht es ähnlich. Zwar wolle der Kunde endlich kleinere Zeitfenster haben, um nicht mehr so lange zu Hause warten zu müssen, und die Branche feile an Fortschritten. «Das Ei des Kolumbus hat aber noch niemand gefunden.» Eine Möglichkeit sei mehr Transparenz - dass die Empfänger im Internet sehen können, wo der Zusteller gerade ist. «Klingt gut, kann aber sehr verwirrend sein», sagt Stehmann. Denn selbst wenn ein Zustellfahrzeug schon in der Nähe sei, könne es bis zum Klingeln an der Tür noch lange dauern - weil der Zusteller vorher noch Pakete in Nachbarhäusern abliefern muss oder Pause macht. Relativ weit vorne bei dem Thema ist die Deutschland-Tochter der französischen Post, DPD. Bei ihr bekommt der Endkunde zunächst eine Mail mit der Info, dass das Paket nun im Depot sei und dass es am nächsten Tag ausgeliefert werde - dies noch ohne Zeitfenster. Prognose und Interaktion Am Zustelltag selbst wiederum gibt es eine weitere Mail - etwa um acht Uhr morgens, wenn der Zusteller seinen Transporter beladen hat und auf Basis der Pakete an Bord die beste Route bestimmt wurde. Dann wird dem Endkunden ein Zeitfenster von einer Stunde genannt, was im Laufe des Tages auf eine halbe Stunde sinkt. Stimmt die Prognose überhaupt - oder kommen die Paketboten doch später? Weniger als 10 Prozent der Pakete werden nach DPD-Angaben später zugestellt. Zudem können Empfänger im Internet auf einer Karte sehen, wo der DPD-Mitarbeiter gerade ist - nicht auf GPS-Basis, sondern anhand des Scans der letzten übergebenen Sendung. Diese Standort-Transparenz sei aber «eher eine Spielerei», räumt ein DPD-Sprecher ein. Denn allzu aussagekräftig sei der Standort nicht - schließlich sei dem Endkunden unklar, wie viele Stopps bis zu seiner Haustür noch anstehen. «Der eigentliche Mehrwert sind die Prognose und die Interaktion», sagt er. Mit Interaktion gemeint ist die Möglichkeit, dass man bei DPD-Paketen bis zu 15 Minuten vor Übergabe noch eine Info an den Zusteller schickt, etwa dass man doch nicht zu Hause ist und dass er das Paket neben der Tür ablegen möge. Konkurrent UPS bietet ähnliche Optionen an und setzt auf ein Vier-Stunden-Zeitfenster. Paketshops oder automatisierte Abholstationen Der Marktführer Deutsche Post DHL ist beim Thema Tracking - also der Paketverfolgung samt Zustellprognose - noch nicht so weit. Das Zeitfenster liegt noch bei zwei bis vier Stunden, eine Aktualisierung wie bei DPD gibt es bislang nicht, auch eine Live-Ortung und Interaktionsmöglichkeit mit dem Paketboten fehlen noch. Doch es soll besser werden. «Für 2020 haben wir uns vorgenommen, unseren Endkunden ein präziseres Zeitfenster zu kommunizieren», sagt ein DHL-Sprecher. Im ersten Schritt werde es ein 60- bis 90-minütiges Zeitfenster geben. Zudem werde die Idee weiterverfolgt, dass die Wartenden über die Zustellung 15 Minuten vorher informiert werden. Bei Hermes gilt für Standardpakete der Zustellzeitraum 8 bis 20 Uhr - also den ganzen Tag. Allerdings arbeitet auch das Hamburger Unternehmen an Verbesserungen und setzt auf eine neue Software. Inzwischen gibt es bei der Hälfte der Hermes-Sendungen am Vortag eine Mail samt zwei bis vierstündigem Zustellfenster. Diese Kommunikation mit dem Kunden werde man 2020 «intensivieren», teilt Hermes mit. Die Zustellung werde transparenter und passgenauer. Trotz der Fortschritte: Am liebsten ist es der Paketbranche, wenn die Kunden auf Alternativen zur Haustürlieferung setzen, also Paketshops oder automatisierte Abholstationen. Denn so präzise das Zustellfenster auch sein mag - ob der Empfänger dann daheim ist, ist nicht sicher. Branchenexperte Stehmann hat beim Thema präzise Zustellung gedämpfte Erwartungen. Erst auf lange Sicht - wohl in etwa zehn Jahren - werde es hierbei den Durchbruch geben, wenn der Straßenverkehr durch automatisierte Autos planbarer sei und neue Zustellwege wie beispielsweise Drohnenflüge im Markt angekommen seien. Bei der Frage, wann der Paketbote kommt, setzt Logistik-Professor Schocke auf die eigene Erfahrung. «Wenn meine Familie etwas bestellt hat, kommt DHL immer um Viertel vor zwei bei uns vorbei.» Der Bote sei verlässlich - auch ohne digitales Zustellfenster. (dpa)
>> mehr lesen

Mehr als 500 Unternehmen weltweit verpflichten sich zu Netto Null bis 2030 (Thu, 12 Dec 2019)
Auf der UN-Klimakonferenz in Madrid haben sich am Mittwoch über 500 Unternehmen öffentlich verpflichtet, ihre Bemühungen, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, auf ein Niveau zu bringen, das den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad begrenzt, um bis zum Jahr 2030 einen Netto-Nullwert zu erreichen - 20 Jahre vor den im Pariser Abkommen festgelegten Zielen für 2050. Zu den Unternehmen gehören auch bekannte Marken wie Patagonia, The Body Shop, Allbirds, Sympatex Technology GmbH, Davines, The Guardian, Ecoalf und viele andere. Sie sind Teil der globalen Gemeinschaft von Certified B Corporations - Unternehmen, die die höchsten verifizierten Standards für soziale und ökologische Leistung, Transparenz und rechtliche Verantwortlichkeit erfüllen. B-Corp Unternehmen ziehen weltweit und branchenübergreifend an einem Strang „Dieses Engagement für eine signifikante CO2-Reduktion, die bis 2030 zu einer Netto-Null-Zukunft führt, ist Teil der am stärksten beschleunigten Klimaschutzmaßnahmen, die von einer so großen Gruppe von Unternehmen in der Welt durchgeführt werden. Es zeigt echte Führungsqualitäten in einer Zeit von schweren Umwelt- und Wirtschaftsunruhen und Unsicherheit“, heißt es in einer Stellungnahme der Unternehmen vom Mittwochabend, zu der auch eine Liste aller sich verpflichtenden Unternehmen gehört. Konkret wollen die teilnehmenden Unternehmen die folgenden Schritte einleiten: einen Klima-Notstand ausrufen, die Reduzierung von CO2-Emissionen beschleunigen, einen Netto-Null-Plan entwickeln und sich dem B Corp Klima-Kollektiv anschließen. Gemeinsam wollen sie sich für den Klimaschutz einsetzen und andere zur Teilnahme motivieren. Die eigenen Standards kontinuierlich zu aktualisieren gehört auch zu den Zielen. Klimaschutz, CO2-Emissionen, Netto-Null und Rekrutierung stehen oben an „Der Handlungsbedarf als Reaktion auf die Klimakatastrophe wird immer stärker, doch sehen wir immer noch, dass die globalen Emissionen weiter steigen. Wenn wir die Chance haben wollen, diese Krise zu bewältigen, müssen wir zusammenarbeiten, und wir sind stolz darauf, dass wir gemeinsam mit anderen B-Corps auf der ganzen Welt aktiv werden“, bestätigte Christoper Davis, internationaler Direktor für Nachhaltigkeit, The Body Shop. „Wir haben Allbirds mit der Idee aufgebaut, dass Unternehmen eine Rolle beim Umweltschutz spielen können und sollten. Jede Marke, egal welcher Größe, kann heute damit beginnen, einen Unterschied zu machen, indem sie ihren CO2-Fußabdruck begrenzt, misst, kompensiert und reduziert. Deshalb haben wir in diesem Jahr den Carbon Fund ins Leben gerufen, eine selbst auferlegte CO2-Steuer, die 100 Prozent Klimaneutralität durch Emissionsminderungsprogramme finanziert. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit anderen B-Corps eine Netto-Null-Zukunft zu verfolgen und die Auswirkungen zu zeigen, die wir haben können, wenn wir zusammenarbeiten“, kommentierte Tim Brown, Mitbegründer und Co-CEO der kalifornischen Sneaker-Marke Allbirds. „Das Engagement von Ecoalf für die Umwelt und eine bessere Zukunft für unseren Planeten ist in die Struktur unseres Unternehmens eingewoben, angefangen bei den recycelten Materialien, die wir in jedes unserer Produkte integrieren. Wir fühlen uns geehrt, Teil dieser erstaunlichen Gemeinschaft von B Corps zu sein, die sich verpflichtet hat, bis 2030 Netto-Null zu erreichen, und wir freuen uns darauf, unseren langjährigen Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit darauf zu richten, diese Verpflichtung im kommenden Jahrzehnt zu erreichen“, erklärte Javier Goyeneche, CEO der nachhaltigen Modemarke Ecoalf. In den letzten Jahren haben etliche Bekleidungsfirmen wie Hermes, Jack Wolfskin, C&A, Otto Group und andere es geschafft, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren oder ihren eigenen Nachhaltigkeitsplänen voraus zu sein (LVMH). Einzelne Unternehmen können jedoch nur begrenzt etwas bewegen, weshalb sich Ende August, unmittelbar vor dem G7-Gipfel in Biarritz, 32 Modehäuser mit dem Fashion Pact zum Schutz des Klimas, der Biodiversität und der Weltmeere zusammenschlossen. Die B Corp-Initiative geht darüber hinaus, ist sie doch branchenübergreifend und weltweit und setzt ein deutliches Zeichen, dass kein Unternehmen zu groß oder zu klein ist, um nicht mitzumachen und sich für Klima und Umwelt einsetzen zu können. Lesen Sie auch: Gucci-Chef fordert andere CEO heraus, klimaneutral zu werden Viele Konferenzen, kaum Erfolge: Wo steht die Welt beim Klimaschutz? Schwedische Bekleidungshändler gründen Klimaschutzinitiative STICA Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
>> mehr lesen

Staaten beim UN-Klimagipfel 'tief gespalten' (Thu, 12 Dec 2019)
Vor dem Abschluss der Weltklimakonferenz liegen die Positionen der knapp 200 Staaten teils noch weit auseinander. Auch Klimaaktivisten und Entwicklungshelfer zeigen sich am Donnerstag frustriert von den UN-Verhandlungen in Madrid. Nach Einschätzung der deutschen Delegation und anderer Teilnehmer ist es eher nicht realistisch, dass Kompromisse wie geplant bis Freitagabend gefunden werden - Verzögerungen sind aber bei Klimagipfeln eher die Norm als die Ausnahme. Für den planmäßig letzten Verhandlungstag kündigten junge Klima-Aktivisten von Fridays for Future und anderen Organisationen weitere Proteste an. Es gebe eine Kluft zwischen Staaten, die beim Klimaschutz mehr Tempo verlangten, und solchen, die den Zeitplan des Pariser Klimaabkommens einhalten wollten, sagte Spaniens Umweltministerin Teresa Ribera, die in den Verhandlungen eine wichtige Rolle spielt. In dem Abkommen zur Begrenzung der Erderhitzung ist vorgesehen, dass alle Mitglieder 2020 ihre nationalen Klimaschutz-Ziele erhöhen. Vor allem die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffenen Staaten fordern schon jetzt mehr Ehrgeiz. Einer Zählung des World Resources Institutes (WRI) zufolge haben bisher 80 Staaten fest angekündigt, mehr zu tun - sie seien zusammen aber nur für 10,5 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich. Ribera sagte, die Delegationen seien auch bei anderen wichtigen Punkten der Agenda noch "tief gespalten." Umstritten waren alle zentralen Verhandlungspunkte: Die Regeln für einen internationalen Handel mit Klimaschutz-Zertifikaten, die Finanzierung von Schäden durch Extremwetter in ärmeren Länden und die Formulierung der Abschlusserklärung. Der Deutsche Unterhändler Karsten Sach sagte, er tippe auf ein Ende des Gipfels "irgendwann in der Nacht von Freitag auf Samstag", aber sicher sei das nicht. Wenn man auf einer Skala von 1 bis 10 im Klimaschutz derzeit bei 3,5 stehe, könne man jetzt 5 erreichen - ob man sich Richtung 10 bewegen könne, hänge von den Zusagen der Staaten im kommenden Jahr ab. Die Bewegung Fridays for Future kritisierte die bisherigen Fortschritte und rief deshalb für Freitag zu einem erneuten Klimastreik auf. Statt sich den Problemen zu stellen, hätten die Teilnehmer wichtige Entscheidungen weiter verschoben, schrieben Aktivisten. "Fridays for Future wird das nicht akzeptieren." Die Hilfsorganisation Brot für die Welt warf den reichen Staaten vor, armen und vom Klimawandel besonders betroffenen Ländern nicht gerecht zu werden. "Die Entwicklungsländer werden hier gerade komplett unter den Verhandlungstisch gedrängt", sagte Klimaexpertin Sabine Minninger von dem evangelischen Hilfswerk. Es brauche zusätzliches Geld für Klimaschäden, das werde aber nicht angeboten. Ein Verhandlungserfolg gelang in Madrid allerdings schon: Nachdem es am Vortag Ärger um eine aufgelöste, nicht angemeldete Demo gegeben hatte, durften am Donnerstag die Mitglieder der Nichtregierungsorganisationen wieder aufs Gelände. (dpa)
>> mehr lesen

Trump: Sind einem 'großen Deal' mit China sehr nahe (Thu, 12 Dec 2019)
Wenige Tage vor dem geplanten Inkrafttreten neuer Strafzölle auf Konsumgüter aus China hat US-Präsident Donald Trump Optimismus verbreitet. "Kommen einem großen Deal mit China sehr nahe. Sie wollen ihn und wir auch!", erklärte Trump am Donnerstag auf Twitter. Die USA und China bemühen sich derzeit, ihren seit rund eineinhalb Jahren andauernden Handelskonflikt zu entschärfen. Allerdings gibt es immer wieder widersprüchliche Signale. Trump hatte im Oktober die Einigung auf ein erstes Teilabkommen verkündet und eine Unterzeichnung für November in Aussicht gestellt - dazu kam es bislang aber nicht. Anfang Dezember sagte er dann, in gewisser Hinsicht gefalle ihm die Idee, bis nach der US-Wahl im November 2020 auf den China-Deal zu warten. Unterhändler beider Seiten arbeiten daran, sich auf die Details eines Abkommens zu verständigen. Mit Spannung wird erwartet, ob die US-Regierung am Sonntag (15. Dezember) wie geplant zusätzliche Strafzölle von 15 Prozent auf in China produzierte Konsumgüter wie Laptops und Smartphones im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar verhängt. Mit einer Verschiebung könnte Trump den Verhandlungen noch mehr Zeit geben. Der von Trump angezettelte Handelskrieg belastet die globale Konjunktur. (dpa)
>> mehr lesen

Europäische Zentralbank untersucht Vor- und Nachteile einer eigenen Digitalwährung (Thu, 12 Dec 2019)
Die Europäische Zentralbank (EZB) widmet sich dem großen Thema einer digitalen Währung für den Euroraum. Die EZB werde eine Arbeitsgruppe zu dem Thema gründen, sagte Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt nach der Zinssitzung des EZB-Rats. Ergebnisse seien gegen Mitte 2020 zu erwarten. Es sei wichtig für die Notenbank, bei dem Thema auf dem Laufenden zu bleiben. Das Thema Digitalwährungen beschäftigt nicht nur die EZB, sondern auch viele andere Zentralbanken. Bekannt ist unter anderem ein Projekt der schwedischen Notenbank, genannt "E-Krona". Die älteste und bekannteste Digitalwährung ist der Bitcoin, der sich jedoch der Kontrolle durch Zentralbanken und Regulierer entziehen will. Der Bitcoin hat mittlerweile zahlreiche Ableger gefunden. Für Aufsehen hatte ein Konsortium um den Internetriesen Facebook mit dem Vorhaben gesorgt, eine eigene Digitalwährung namens "Libra" zu schaffen. Der Fachausdruck für das von der EZB untersuchte Digitalgeld lautet "Digitales Zentralbankgeld". Gesprochen wird hin und wieder auch vom "digitalen Euro." (dpa)
>> mehr lesen